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Daniel Stötter

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Die Kunst der Achtsamkeitsmassage

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Wie die Kraft achtsamer Berührung Wachstum und Heilung fördert.


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Und Doch Nicht
Nondualität, Kloschüssel und die Zwecklosigkeit der Suche


 

Ganzheit

Wir sind es gewohnt zu denken, dass wir, wenn wir nur wollen, unsere Ziele erreichen können. Wir haben auch unsere Erfahrungen gemacht, die uns scheinbar bestätigen, dass wir Dinge bekommen, wenn wir uns nur wirklich anstrengen und unser Ziel auch wirklich realistisch zu erreichen ist.

Und jeder scheint ein Sucher zu sein, der seine Ziele hat und immer nach Möglichkeiten Ausschau hält, seine Ziele zu erreichen oder seinen Wunsch zu erfüllen.

Ob es jetzt um die Suche nach einem Traumpartner, einem Traumjob, Geld und Anerkennung geht, oder um die Suche nach Sicherheit oder Unabhängigkeit, oder um inneren Frieden und Erfüllung, oder einfach um Glücklichsein, oder um die Suche nach seiner nächsten schönen, geilen, ekstatischen, berauschenden oder bestätigenden Erfahrung, jeder ist letztlich ein Sucher.

Wenn der Sucher zum spirituellen Sucher wird, geht es meist um die Suche nach Erleuchtung, Befreiung, Klarheit, Freiheit, Einheit oder um die Suche nach außergewöhnlichen Erfahrungen. Und wir sind natürlich auch erstmal absolut überzeugt, dass die Erleuchtung zu erreichen ist, dass wir unseren Wunsch nach Befreiung erfüllen können, wenn wir uns nur wirklich anstrengen und es wollen.

Und wir finden dann auch Bestätigungen, dass dieses Ziel auch sehr realistisch zu erreichen ist, denn wir treffen vielleicht Menschen, die es scheinbar schon haben, die scheinbar schon befreit und erwacht durchs Leben wandeln und links und rechts ihre Liebe verteilen (meist natürlich nicht um sonst) und mit einem strahlenden, erleuchteten Lächeln auf blumenbedeckten weißen Sesseln ihre Weisheiten und tiefgründigen Erkenntnisse von sich geben oder gar uns tiiiiiiiiiief, aber schon sehr tief in die Augen schauen und uns mit sanfter Stimme versichern, dass die Erleuchtung möglich ist und nur grad um die Ecke auf uns wartet (vielleicht dort an der Ecke, wo die Ikonenbilder des erleuchteten Meisters zu erschwinglichen Preisen zu erstehen sind, die wir dann ehrfürchtig und innbrünstig am Altar in unserem Wohnzimmer jeden Morgen und Abend besingen dürfen, um dass diese göttliche Energie des Meisters uns zur Erleuchtung führt, ja und schon sehr bald, gleich hier um die Ecke…).

Unsere suchenden Tendenzen, die einfach in uns stecken, und unser gewohntes Denken, zwingen uns einfach, mit dieser spirituellen Befreiung nicht anders umzugehen, als mit unseren alltäglichen Wünschen und Zielen, die wir ja scheinbar sehr gut zu meistern scheinen.

Letztlich richtet sich diese Suche auf das Finden der Ganzheit, nach endlich wieder ganz und vollständig zu sein. Es scheint uns ein tief sitzendes Gefühl von Mangel zu bewegen, uns in die Suche zu treiben. Etwas stimmt nicht, etwas fehlt, es ist nie genug, ich vermisse etwas. Dieses Gefühl scheint wirklich da zu sein und wenn das so ist, muss es natürlich eine Lösung dafür geben, es muss irgendwie möglich sein, dieses Gefühl der Unvollständigkeit, das Gefühl der Trennung zu beseitigen, um uns wieder ganz zu fühlen. Und scheinbar gibt es Menschen, die das erreicht haben und uns helfen können, dies auch zu erreichen. Da müssen wir einfach mal richtig gas geben! Oder?

Wir Suchen Ganzheit und wir sehen Menschen, die sie gefunden haben und uns sagen sie könnten uns helfen, sie auch zu finden. Dabei gehen wir davon aus, dass es Trennung gibt, dass es Unvollständigkeit gibt. Und diese Sichtweise der Trennung wird natürlich auch durch die Idee eines erreichbaren Ziels, das Ganzheit heißt, bestätigt. All die Wege zu Erleuchtung und Befreiung, all die Prozesse und Methoden um Ganzheit zu erfahren, gehen davon aus, dass es da eine getrennte Person gibt, die etwas finden kann, was sie scheinbar verloren hat, was Einheit heißt, was Ganzheit ist.

Können wir Ganzheit finden? Können wir Ganzheit erfassen oder erfahren? Oder ist nicht Ganzheit einfach die Gesamtheit selbst? Können wir etwas finden, was schon alles ist, was schon die Gesamtheit ist?

Hier gibt es eine absolut andersartige Sichtweise. Und ich sage, wirklich eine absolut andersartige Sichtweise. Das ist wortwörtlich und absolut radikal und kompromisslos gemeint. Dies ist eine Botschaft, die absolut unmöglich ist, nicht verstehbar ist, nicht erreichbar ist, nicht sagbar ist. Sie ist absolut andersartig.

Diese Botschaft spricht auch von einer absoluten Offensichtlichkeit. Ganzheit ist so offensichtlich, dass sie offensichtlicher nicht sein kann und dass sie dadurch absolut nicht gefunden werden kann.

Diese Botschaft hat nichts mit persönlicher Erleuchtung oder Befreiung zu tun, nichts mit spirituellen Ideen, Konzepten, Vorstellungen, Erfahrungen oder Prozessen zu tun. Sie ist so offensichtlich, dass sie sich in der Unmöglichkeit zeigt, in der Unmöglichkeit Ganzheit zu erreichen oder zu erfahren, zu verstehen oder ihr irgendeine Bedeutung zu geben. Es ist absolute Unwissbarkeit, ja Unwissenheit.

Ganzheit ist schon das, was ist. Sie ist schon dort, wo wir suchen. Wo immer wir hinschauen, sehen wir Ganzheit. Ob wir nach scheinbar Innen oder nach scheinbar Außen schauen, wir finden immer nur Ganzheit, immer nur dies. Dies ist schon die Gesamtheit, und sie ist absolut ausreichend. Auch scheinbar Spirituelles und die gesamte Suche nach Erleuchtung sind nicht weniger Ganzheit als Ganzheit selbst.

Diese Botschaft kann nur kompromisslos sein und sie kann nicht vermittelt werden. Sie kann auch nicht gehört werden aber es scheint oft eine Art Resonanz zu geben, die scheinbar geschieht, und plötzlich diese Offensichtlichkeit offenbart und diese absolute Unmöglichkeit eines Erreichens und einer Erfüllung des Wunsches nach Ganzheit zeigt und somit auch die Unmöglichkeit eines Weges in Zeit der von der scheinbaren Trennung in die Einheit führt.

Diese Ganzheit, die Gesamtheit, die das ist, was ist und das einzige ist, was ist, zeigt sich einfach als all die Erscheinungen in dieser scheinbaren Welt. Sie zeigt sich als Suche, als Sucher, als getrennte Person, getrennt von der Welt, als persönlicher Frieden und Erfüllung, als scheinbar persönlicher Erleuchtung, als blumenbedeckte weiße Sesseln, auf denen erleuchtete Meister uns tief in die Augen schauen und als Lust auf Schokolade, Lust auf Sex, Süchte, Sehnsüchte, Ziele, die scheinbar erreicht werden, Schmerzen, Freude, Probleme, Krieg, Gewalt, Frieden, Liebe, Angst, ja sogar als Durchfall, der wohl manchmal befreiender sein kann, als jede spirituelle Erfahrung unter den Fittichen eines Meisters.

Dies ist Ganzheit, nicht mehr und nicht weniger, alles und nichts, einfach das. Ganzheit geschieht schon längst, als all das, was scheinbar erscheint. Dies ist nicht vermittelbar und doch ist all das, die scheinbare Vermittlung dieser Botschaft, mit oder ohne Worte, mit oder ohne Wissen, mit oder ohne Bedeutung.

 

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