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Daniel Stötter

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Achtsamkeit Kurs


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The Work nach Byron Katie

Wir sehen die Welt durch den Filter unserer Überzeugungen, Vorstellungen, Ideen, Konzepten und Glaubessätzen. Es scheint uns gar unmöglich, das Leben direkt zu betrachten, ja es ist sogar unmöglich. Wir merken sogar nicht, dass es so ist, dass wir das Leben nicht direkt erfahren, sondern durch den Schleier unserer Prägung und tief sitzenden Überzeugungen.

Manche Überzeugungen und Prägungen scheinen uns ein schönes Leben zu bescheren und andere scheinen uns ein Leben mit Stress, Schmerz und Belastungen zu präsentieren. Natürlich ist all das letztlich nicht verschieden vom Leben selbst, aber als scheinbar getrennte Person, die scheinbar in dieser scheinbaren Welt lebt, erscheint uns das Leben als Projektion unserer Überzeugungen und Vorstellungen.

Ob Überzeugungen wie „ich bin nicht gut genug“, „ich bekomme nicht das, was ich brauche“, „ich bin nicht liebenswert“, „ich bin nicht willkommen“ oder „das Leben ist ein Kampf“, ob Glaubenssätze wie „ich muss was beweisen“, „ich muss mich in Acht nehmen“, „ich muss etwas leisten, um anerkannt zu werden“, „ich muss mehr haben, es ist nicht genug, damit ich glücklich bin“, „ich brauche mehr Geld, es ist zu wenig“ oder „ich muss mich bemühen, sonst verliere ich alles“ ob Konzepte wie „es gibt ein Leben danach“, „ich kann mir das Leben nach meinen Wünschen erschaffen“, „ich bin gottgleicher Erschaffer meiner Wirklichkeit“ oder „da gibt es Geister, die mir im Nacken sitzen – Tante Elma ist es!“, ob ganz alltägliche Vorstellungen wie „mein Mann sollte nicht so arrogant sein“, „mein Sohn sollte seine Unterhosen vom Esstisch nehmen“, „mein Vater sollte mich respektieren und schätzen“ oder „mein Auto sollte keinen Platten haben“ bis hin zu Grundannahmen wie „es gibt eine Wahrheit“, „es gibt Geld“, „es gibt Schmerz“, „ich bin eine Person“, „es gibt einen Körper“, „es gibt Gut und Böse“, „es gibt Erleuchtung“, „es gibt den Verstand“ usw., all das ist Teil des Schleiers, durch dem wir das Leben scheinbar erleben.

Wir erleben somit nicht das unmittelbare Leben selbst, sondern immer eine Erscheinung der Informationen, die in uns eingeprägt sind, die wir uns zueigen gemacht haben, die wir sehr gründlich gelernt haben und uns gar mit dem Fleischwolf tief eingefleischt wurden.

Byron Katie ist eine Person, die scheinbar spontan, aber nach einer sehr lang anhaltenden Depression, die in psychiatrischen Anstalten mündete, zu einem Sehen erwacht war, das ihr das Offensichtliche zeigte. Das Offensichtliche war das, was ist. Das. Das war das einzige, was war und das einzige was wahr war.

Sie erkannte all die Gedanken, die die Realität darstellen wollten letztlich als Lügen, als Überzeugungen, die nicht wahr waren. Dies geschah in einem Moment, als sie in einer Nervenklinik am Fußboden lag und eine Kakerlake über ihr Bein kroch. Das war alles. Sie erwachte aus der tiefsten Depression in das klare Sehen der Wahrheit.

Sie merkte auch, dass wenn sie den Gedanken und Vorstellungen glaubte, eine Kontraktion erfuhr, letztlich Stress, Schmerz und Belastung. Und wenn sie die Gedanken hinterfragte, merkte sie jedes Mal, dass sie absolut nicht wahr sein konnten und somit blieb Nicht-Wissen übrig und die direkte Begegnung mit dem was ist, Frieden, Entspannung, Freiheit, einfach nur das, was ist.

Sie erzählt, dass es dann eine Phase gab, wo sprechen absolut aufhörte, weil kein Wort jemals wahr sein konnte, weil all die Worte letztlich als Lügen erkannt wurden. Und doch geschah dann wieder Sprechen, das einfach aus diesem Nicht-Wissen kam und auf das hinwies, was das ist, was einfach ist.

Aus ihrer Tendenz Gedanken zu hinterfragen und sie nach Wahrheit zu überprüfen, entstand eine Art Selbstbefragung, die sie „The Work“ nannte – „die Arbeit“. Sie entdeckte 4 Fragen, die letztlich die Basis dieser Arbeit darstellten – 4 Fragen und die so genannte Umkehrung. Diese 4 Fragen stellte sie jedem zur Verfügung, der offen dafür war, Befreiung von Leid suchte oder wirkliches Interesse an der Wahrheit hatte.

The Work ist so einfach und simpel, dass es uns letztlich wieder so schwer fällt, diese Arbeit wirklich zu tun und den Hinweis auf das, was ist, zu hören. Aber alles, was von Wahrheit spricht scheint so einfach zu sein, dass es zu wenig interessant ist, um uns wirklich darauf einzulassen. Unser so komplex funktionierender Verstand lässt uns die Einfachheit einfach nicht sehen und damit verhindert er auch scheinbar das Sehen dessen, was das Unbeschreibliche, Unwissbare oder das Wahre ist.

The Work ist letztlich nichts für Weicheier. Es geht letztlich um Wahrheit. Natürlich kann diese Befragung mit diesen 4 Fragen auch eine sehr hilfreiche Möglichkeit darstellen, um Alltägliche Probleme, Ängste und Stresssituationen zu bewältigen und klarer und befreiter durchs Leben zu gehen. Aber letztlich kann die Befragung schon sehr ins Eingemachte gehen und all unsere wohlbehüteten Vorstellungen und Überzeugungen ins Grab bringen. Also bist du bereit für das? Bist du bereit alles zu verlieren? Alles!

The Work wird auch sehr oft missverstanden. Ja, der Verstand kann oft gar nicht anders, als dies misszuverstehen. The Work hat absolut nichts mit diesem angestrengten, schon längst –vor lauter immer im selben alten Öl frittierten – miefigen, aber immer noch hoch gepriesenen, so genannte Positiven Denken zu tun. Hier geht es nicht darum die scheinbar negativen Gedanken zu vertreiben – vielleicht gar mit Knoblauch umhangen und heilige Mantras rezitierend – und sie in scheinbar erhabene, schöne und von der Kongregation für Positiv Denken als positiv deklarierten Gedanken zu verwandeln. Hier geht es – wenn überhaupt – darum, dies alles zu verlieren.

Letztlich ist es ein Spiel. Ein Spiel, das mit Gedanken spielt um ihnen die Ernsthaftigkeit zu entziehen. Die Gedanken sind nicht das Problem, ob scheinbar positiv oder negativ. Nur erscheinen sie uns so real und fast unumstößlich wahr, dass sie in den Status der Ernsthaftigkeit erhoben wurden und kein Grund mehr da zu sein scheint, über die Komödie, in der die scheinbare Person eine Figur spielt, zu lachen und das Schauspiel zu genießen.

 

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